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Öffnungszeiten raj:
Di - Do: 17 bis 24 Uhr
Fr, Sa: 17 bis 02 Uhr
Sonntag Ruhetag; Montag: themenspezifisch geöffnet.
Telefon: +43 (0)463 507917
Kleine Zeitung, 29.8.2010, MELANIE FANZOTT
Die Regentropfen gaben den Rhythmus vor
Musikalischer Altstadtzauber-Rückblick: 65 Bands gaben auf neun Bühnen in der Klagenfurter Innenstadt ihr Bestes und das, obwohl das Publikum wegen des Regens fast ausblieb.
Schon am Freitagabend war den Altstadtzauber-Musikern klar, den Takt geben heuer nicht sie vor, sondern Regen, Blitz und Donner. Immerhin blieben die Bühnen zum Großteil trocken. Für das Publikum vor den insgesamt zehn Bühnen in der Klagenfurter Innenstadt galt vor allem ein Motto: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. Das Musikprogramm war in jedem Fall weit entfernt von „schlecht" und „falsch". Denn auch mit Schirm und Regenschutz ausgestattet, konnte man gut hören, was die insgesamt 65 Bands zu bieten haben. „Es gibt heuer eine wirklich gute Mischung", sagt Gert Prix, Stadtrichter und Altstadtzauber-Musik-Verantwortlicher.
Volksmusik bis Rock
Während sich die kleinsten Altstadtzauber-Besucher am liebsten vor der Bühne in der Renngasse versammelten, weil dort ein Kleinkünstler nach dem anderen Station machte, konnten die größeren Musik-Fans von Bühne zu Bühne ein wahres Kontrastprogramm erleben. Ein Nachmittagskaffee bei „Kärntner Kirchtagsmusik" war genauso möglich wie ein Grillhendl gegen Abend, musikalisch begleitet von „The Gang" mit deren „Sixties Rock Revue". Am Freitag ging es bei „Tarantino Experience" am Pfarrplatz unter dem Motto „Whiskey, Blood and Rock’n’Roll" etwas „härter" zu. Vor allem lauter wurde es dann nur noch bei der „Deep Purple"-Coverband „Perfect Strangers", die bis Mitternacht den Heuplatz rockten.
„Verstimmte" Gitarren
Mit ähnlich widrigen Wetterverhältnissen „kämpften" die Musiker auch gestern. Ab 14.30 Uhr war in Klagenfurt wieder Regen-Rhythmus angesagt. Diesem trotzte zum Beispiel Norbert Eipeltower mit seinem Programm „Urbi et Norbi" am Dr.-Arthur-Lemisch-Platz: „Bei dem Wetter sind sogar die Gitarren verstimmt", scherzte der Musiker, der gesanglich von der Kleine Zeitung-Mitarbeiterin Elke Galvin unterstützt wurde. Wahre Publikumsmagneten waren – bei nachlassendem Regen – die Jungs von „Acoustaux", der „Austrian Newcomer 2010" Jean Nolan oder „Brazil Four". Egal, ob man in den vergangenen zwei Tagen Rock, Pop, Latin, Schlager oder Klassik lauschte, das Fest war musikalisch wieder einfach zauberhaft!
ALTERNATIVER ALTSTADTZAUBER
Ruheoase zum Chillen
Ein Zufluchtsort der Ruhe war heuer beim Altstadtzauber zu finden. Im Raj in der Badgasse gab es rund um das facettenreiche Fest leise Töne. Bereits ab 12 Uhr hatte Raimund Spöck geöffnet, und das Duo „Culture Groove DJs Gianni & Mark" legte Chill-out Musik auf. Ein Kraftsammelort, um sich anschließend ins Getümmel zu stürzen.

Hey Mister DJ! Musik zum Chillen gab es im Raj - KK/TRAUSSNIG
raj ©Gerhard Maurer
![]() Koch Clemens mit Forellen carpaccio |
![]() Das Service beobachtend: Igor
|
![]() Wirt Raimund |
FUSSBALL-WM im raj - gebeamt im 1. Stock


Von
Freitag, den 11. Juni bis zum 11. Juli gibt es die Fussball-WM in
Südafrika. Wir haben in dieser Zeit nur 4 "anderslautende”
Veranstaltungen – den WEB-MONTAG mit Georg Holzer am 14. Juni, POLITICAL
ACTIVISM-do it yourself am 18. und 19. Juni, das PHILOCAFE am 25. Juni
und ein Konzert mit Ana Besjak, Tonc Feinig, Joris Dudli und Milan
Nikolic am 8. Juli. Und alle diese Veranstaltungen "stören” die
WM-Lounge im 1. Stock nicht, welche ab morgen öffnet, wie auch Sie,
werte Gäste und ZuhörerInnen, bzw. ihr, liebe Freundinnen und Freunde,
vom Fussball nicht gestört werdet, da das Lokal raj im Erdgeschoss fussballfrei
bleibt (lediglich Igor hat einen lautlosen kleinen Schirm bei der Theke,
damit er Sloweniens Aufstieg in die nächste Runde ein wenig
mitverfolgen kann).
Wie Sie wissen, öffnen wir erst um 17 Uhr und haben sonntags und montags
geschlossen (ausser bei Veranstaltungen), doch die Fussballspiele gibt
es erstens jeden Tag und sie beginnen um 13.30 Uhr, d.h., dass wir immer
am Vorabend entscheiden, indem wir die Anwesenden fragen, wer tags
darauf um 13.30 Uhr da sein will, ob wir dann auch schon um 13.30 da
sind, bzw. an Sonn- und Montagen. Wenn nur 5 Leute schauen wollen, wird
es ein bisserl schwierig, es sei denn, dass ich ohnehin da bin, was ich
aber am Vorabend mitteile.
Jedenfalls ab 16 Uhr (Beginn des 2.
Spieles) sind wir so oder so da.
(Ob
es da im raj in den nächsten Tagen wohl zur Geschlechtertrennung kommen
wird, die Damen unten, der Rest oben....?)
So ein ungefähres Grundgerüst unserer Küche !
von Dienstag bis Samstag ab 17.30, Freitag und Samstag bis 24 Uhr, die anderen Tage bis 23 Uhr
(einen Snack gibt es immer auch nach Küchenschluss)
Unsere Getränkekarte finden Sie unter Preise oder Sie klicken rechts oben das Kartensymbol an
Eine Suppe-------------------------------2,80 bis 3,50
Antipastiteller--------------------------------------7,90
Käseteller - Angebot wechselt je nach Grösse
Verschiedene Baguettes---------------------------5,20
Rajski Spaghetti - schwarze Spaghetti mit
Black Tiger Babygarnelen------------------------11,90
Pasta à la Caprese (Toamten/Mozzarella)--------7,50
Rajski Rinderfiletsteak mit Beilage--------------17,90
Original bosnische Cevapcici - Beilage---------7,40
Original bosnische Pleskavica - Beilage-----------7,40
Pleskavica gefüllt mit Schafskäse - Beilage-------8,90
(Beilage: Ajvar, Hackzwiebel und Djuveœreis)
Salat - je nachdem-----------------------2,80 bis 6,50
Weitere oder ganz aktuelle Speisen sind auf der schwarzen Tafel beim Eingang im raj angeführt.
Auf Vorbestellung:
- Lammkoteletts
- oder was immer Ihnen/Euch/Dir einfällt
Tischreservierungen nehmen wir für Essen gerne an (+43 463 507917).
Wegen unserer relativ kleinen Kapazität ersuchen wir um eine genaue Personenzahl und um Einhaltung der Zeit.
Klagenfurter starten Aktionen für die Erdbebenopfer in Haiti
Einige Gastronomen und das Einkaufszentrum City Arkaden sammeln Spenden für „Nachbar in Not".
KLAGENFURT. „Uns geht es so gut, wir haben so viel und die Opfer des Erdbebens in Haiti brauchen jede Hilfe, die sie bekommen können", so Wolfgang Radda. Der Klagenfurter Gastronom hat einige Wirte animieren können, sich einer Spendenaktion anzuschließen. „Ab sofort kann man in acht Lokalen in der Innenstadt Spenden abgeben", sagt Radda. Erklärter Aktionstag ist der morgige Freitag. „Den Wirten ist es freigestellt einen bestimmten Prozentsatz des Tagesumsatzes, Trinkgeld oder sonstige Einnahmen abzugeben", sagt Radda. Das gesammelte Geld kommt der ORF-Aktion „Nachbar in Not" zugute. Im Mezzanine (Karfreitstraße), Raj (Badgasse), Lendhafen Café (Villacher Straße), Havanna Lifestyle Bar (Osterwitzgasse), GPS (Waaggasse), Gates (Waagplatz), Krügerl (Kardinalplatz) und im Vespa Café (Heiligengeistplatz) findet morgen der Aktionstag statt. Mehr Informationen gibt es im Gates unter Telefon (0 46 3) 50 97 77. Eine Spendenbox für die Aktion „Nachbar in Not" wurde auch im Basement der Klagenfurter City Arkaden aufgestellt. Die gesammelten Spenden sollen zum Beispiel für dringend benötigtes medizinisches Material und Hilfsgüter verwendet werden.
MELANIE FANZOTT, Kleine Zeitung, 28.1.2010
Raimund im Klagenfurter Paradies
Kultur-Wirt Raimund Spöck übernimmt Bierjokl und schafft mit "raj" eine Stätte für Querdenker.
Eine geschichtsträchtige Klagenfurter Kulturzelle, das Gasthaus Bierjokl/Pri joklnu in der Badgasse 7, bekommt einen neuen Hausherren: Raimund Spöck, seit 1980 Chef des Vereins Innenhofkultur und zuletzt Wirt des „Café im Künstlerhaus" (CiK), hat das abgewirtschaftete Haus gepachtet und will es als "raj" (im Slawischen Paradies) am 23. Juni wiedereröffnen.
Ende 2007 verließ Spöck (58) im Streit mit dem Kunstverein das CiK und suchte seither nach passenden Räumen für seine Ideen. Auf 200 Quadratmetern in der Altstadt, glaubt er sie umsetzen zu können – gastronomisch und kulturell. „Ich will nicht mehr nur den Jazzstempel drauf haben", sagt Spöck. Das "raj" soll „eine gediegene Plattform für kritische Menschen" sein. Gerade in der jetzigen politischen und wirtschaftlichen Zeit habe er Lust gehabt, noch einmal etwas Richtiges zu machen.
Auf was wir uns freuen dürfen? „Kleine Konzerte für gedrängte 100 Personen, Ausstellungen und Buchpräsentationen im 1. Stock und täglich Pferdegulasch, entsprechend diesem historischen Platz in der Badgasse." Ach ja, die Karte: Wie von Spöck gewöhnt wird es wieder täglich Suppen, Antipasti, heimische Spezialitäten wie Had’nsterz und Sussitz-Weine geben. Für Bierfreunde wird es neben Schleppe auch slowenisches und kroatisches Bier geben. Die Kaffeebohnen werden aus Görz geliefert.
DANILO REIMÜLLER, Kleine Zeitung
Die Eröffnung wurde von folgenden Künstlern und Ihnen / Euch würdigst gestaltet und auch ebenso gefeiert:
Karen Asatrian - culturegroove light - Michael Erian - Stefan Gfrerrer - Fabian Hafner - Stefan Hafner - Angelika Hödl - Julian Holl - Richi Klammer - Emil Krištof - Janko Malle - Bernd Liepold-Mosser - Dietmar Pickl - Gerhard Pilgram - Boris Randzio - Primus Sitter - Felix Strasser - Inge Vavra - Oliver Vollmann - Peter Wieser und Sie/Ihr alle.
Fotos davon finden Sie in der Bildergalerie und auf auf www.fenstergucker.com.
Presseberichte werden mit Klick auf den Menüpunkt Zeitgeschehen ersichtlich.
Wir danken Euch. Wir, der Verein Innenhofkultur und das raj
Die Badgasse ist eine der ältesten Gassen von Klagenfurt. Sie hatte bereits im Mittelalter die Bezeichnung Badgäßle - heute noch im Volksmund Badgassle genannt. Beim Eingang vom Alten Platz her ist noch eine alte Stralßenbeschilderung zu sehen. Hier befanden sich schon im 16. Jahrhundert die Badestuben der Stadt, wo die Klagenfurter, vor allem die Frauen, Bäder in den Holzwannen einnahmen. Hinter den schmucklosen Fassaden sind zum Teil die ältesten Häuser der Stadt mit Arkadenhöfen verborgen. Auch die neu eröffnete Gaststätte raj, früher Bierjokl/Pri Joklnu besitzt eine sehr alte Bausubstanz, die ins 14. Jahrhundert zurückgeht. Die schmale, von Schwippbögen (Schwebebögen, die zwischen 2 Mauern eingespannt sind) überdachte Gasse führte vom Alten Platz zur Stadtmauer. Im April 1579, dies entnehmen wir aus den Ratsprotokollen, wurden die Bürger Lebmacher und Waldhauser deshalb vor den Rat zitiert. Die Nachbarn begehrten die Einstellung, sie beschwerten sich auch über das Wasserausgießen. Folgender Bescheid wurde getroffen: Schwippbögen erlaubt, das Wassergielßen ist abzustellen. Das heute nordseitig abschlielßende Gebäude gehört bereits zur Osterwitzgasse. Südseitig gegen die Badgasse ist ein repräsentatives Portal eingefügt. Möglicherweise war dieses Gebäude der urkundlich erwähnte "Kasten der Khevenhüller" (Osterwitzer, danach die Gassenbezeichnung).
Text: Dr. Dieter Jandl
Zuletzt aktualisiert: 08.30.2010 - 11:18:31




